Wei├čschnauzendelfin (Lagenorhynchus albirostris)

Obwohl sich der gebr├Ąuchliche und wissenschaftliche Name dieses Odontoceten auf die wei├če Farbe seiner Schnauze bezieht, ist dies nicht die Regel, sondern er kann eine wei├če Schnauze haben oder auch nicht. Er wird auch Wei├čschnauzendelphin genannt.

Der Wei├čschnauzendelfin ist das gr├Â├čte Mitglied der Gattung Lagenorhynchus und war einer der ersten Delfine dieser Gattung, der bereits 1846 wissenschaftlich anerkannt wurde.

Bestellen: Cetacea
Familie: Delphinidae
Gattung: Lagenorhynchus

PHYSISCHE BESCHREIBUNG


Morphologie. Es ist eine Art mit einem robusten K├Ârper, kurzem und dickem Schnabel und schmalem Schwanz. Er hat eine R├╝ckenflosse, die sich genau in der Mitte des Oberk├Ârpers befindet, gro├č und sichelf├Ârmig ist.

Gewicht und Gr├Â├če. Ausgewachsene Individuen messen zwischen 2,3 und 3,1 Metern L├Ąnge und wiegen zwischen 180 und 354 Kilogramm. M├Ąnnchen sind etwas gr├Â├čer als Weibchen.

F├Ąrbung. Die R├╝ckseite ist schwarz oder dunkelgrau. Die Seitenfl├Ąchen haben meist helle Streifen, die in hellen Graut├Ânen variieren. Sein Schnabel kann eine helle Farbe aufweisen, kann aber auch grau oder sogar schwarz sein.

Unterscheidungsmerkmale. Er hat einen wei├čen Fleck hinter der R├╝ckenflosse.

VERBREITUNG UND LEBENSRAUM


Der Wei├čschnauzendelfin ist in den n├Ârdlichen Gew├Ąssern des Atlantiks verbreitet. Im westlichen Teil dieses Ozeans erstreckt sie sich von der Davis Strait bis s├╝dlich von Cape Cod (Massachusetts, USA) durch das zentrale und westliche Gr├Ânland; im ├Âstlichen Teil des Ozeans ist sie von Island ├╝ber Norwegen bis nach Portugal verbreitet. Zu den Standorten geh├Âren die Barentssee, die Ostsee, Irland, Kanada, die Irische See und das Vereinigte K├Ânigreich. Es wird vermutet, dass sie auch im westlichen Mittelmeer vorkommt.

Er bewohnt die kalten subpolaren Gew├Ąsser seines Verbreitungsgebietes, auf dem Kontinentalschelf, an dessen Rand und in K├╝stengew├Ąssern; haupts├Ąchlich in Gew├Ąssern, deren Tiefe 200 Meter nicht ├╝berschreitet.

Ern├Ąhrung

Er ern├Ąhrt sich von einer Vielzahl von mesopelagischen Fischen und solchen, die Schw├Ąrme bilden, wie Lodde, Schellfisch, Seehecht, Hering und Kabeljau. Wie die meisten Delfine verzehrt er auch Krustentiere und Kopff├╝├čer (Oktopus und Tintenfisch).

Diese Art wurde bei der kooperativen Jagd an der Wasseroberfl├Ąche beobachtet. Er vergesellschaftet sich manchmal mit Buckelwalen (Megaptera novaeangliae) und Finnwalen (Balaenoptera physalus) und Delfinen, einschlie├člich Tursiops truncatus (Gro├čer T├╝mmler).

Verhalten


Wei├čschnauzendelfine leben in der Regel in sozialen Gruppen von 5 bis 50 (meist weniger als 30 Individuen), wurden aber gelegentlich auch in gr├Â├čeren Gruppen von bis zu 1.500 Tieren gesehen. Es gibt wenig Informationen ├╝ber die Sozialstruktur dieser Art, aber eine Trennung nach Alter und Geschlecht kann vorkommen. Sie werden manchmal in gemischten Schulen in Verbindung mit gro├čen Finnwalarten wie Finn- und Buckelwalen und anderen Kleinwalen gesehen, besonders in F├╝tterungsgebieten (Reeves et al.2002). Diese geselligen Delfine zeigen oft akrobatische Aktivit├Ąten, brechen und springen an der Oberfl├Ąche. Sie n├Ąhern sich oft Schiffen, um zu “bowriden”.

FORTPFLANZUNG


Der Wei├čschnauzendelfin erreicht die Geschlechtsreife im Alter zwischen 7 und 13 Jahren oder bei einer L├Ąnge von 2,4-2,5 Metern. Die Tr├Ąchtigkeit dauert etwa 11 bis 12 Monate. Anschlie├čend wird im Sommer (Mai bis September) ein einzelnes Kalb von 1,1-1,2 Metern L├Ąnge geboren.

Weitere Informationen ├╝ber die Fortpflanzung dieser Art sind bisher nicht bekannt.

BEDROHUNGEN UND SCHUTZ


Erhaltungszustand: “Least Concern”.
Diese Art wurde und wird in den Gew├Ąssern der F├Ąr├Âer-Inseln, in Island, Norwegen und Gr├Ânland und sogar in Kanada vor der K├╝ste von Neufundland wegen ihres ├ľls und Fleisches gejagt. Dar├╝ber hinaus sind einige ihrer Lebensr├Ąume mit Schwermetallen und Organochlorinen belastet.

Er ist durch das ASCOBANS-Abkommen (Agreement on the Conservation of Small Cetaceans of the Baltic and North Seas) gesch├╝tzt und wird in der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature als “Least Concern”-Arte gef├╝hrt.